Veranstaltung Akustikkompetenz Würzburg

!BAUEN heißt HÖREN!

Gründe für eine bessere Raumakustik

Interessierte und Experten guter Raumakustik treffen sich zu einem interaktiven Klang::Wirk::Shop und zu transdisziplinären Erfahrungsaustausch.


Ziel der Veranstaltung

Raumakustik aus der rein physikalischen Ecke herauszuholen, die ohnehin kaum jemand versteht und auch nicht den Mehrwert erkennt für die Planungsarbeit und den Entwurf. Wichtig ist, Raumakustik als besondere Materie zu verstehen, die jeder gestalten kann, der interaktiv Hören im Raum betreibt und selber den Raum stimmt.

Impulstagung

Initiative „BAUEN heißt HÖREN“ ist Synonym für gemeinsames Bemühen von Kollegen/innen verschiedener Hochschulen, Planungsbüros, Verbänden und Kulturschaffenden, die für ein erweitertes Entwurfsbewusstsein unter Einbezug gestalterischer Möglichkeiten in der Raumakustik eintreten.

Am 05.11.21 wird die Initiative mittels Akustik:Wirk:Shop und Klangexperimenten sowie einem transdisziplinären Erfahrungsaustausch und kreativen Dialog in Würzburg ins Leben gerufen. Erfahrene Planer von Musik- und Tagungsräumen, seit jeher um gute Raumakustik bemüht, treffen sich mit Musikern, Instrumentenbauern, Künstlern und weiteren Kulturschaffenden, um über das Potenzial akustischer Gestaltungsmöglichkeiten in Räumen zu diskutieren.

Aktuell zeichnet sich ein Paradigmenwechsel am Entwurfshimmel ab: Mit steigender Erwartung vieler Bauherrn und Investoren bezüglich überzeugender Atmosphäre und guter Raumakustik in neu zu schaffenden Räumen, wächst auch die Bereitschaft zahlreicher Architekturschöpfer, Raumbekleidungen als Architekturelemente zu begreifen und als unverzichtbare Bestandteile eines charakteristischen Gesamtkonzeptes anzuerkennen. Räume für das „Wort“ und Säle für „Musik“ inspirieren differenzierende Entwurfsgedanken hinhörlich Größe, Form, Proportion und Material. Sprachverständlichkeit ist stets Folge idealen Zusammenwirkens sprechender und hörender Menschen in umgebendem und unterstützendem Raum. Für Musikliebhaber mutiert der Raum selber zum Instrument und inkludiert zum orchestrierten Hörgenuss.

Thesen eines verhaltenen Gestaltungsoptimismus

These I
Die meisten Räume werden bislang bei nahezu Taubheit entworfen.

These II
Es wird zu selten differenziert zwischen Baustatik und Raumakustik.

These III
Architekten entDecken Gestaltungsspielräume im Raum. Bedeutung "Raumakustik" und "zugeWandte Raumgestaltung" steigt.

Die Bedeutung von !BAUEN heißt HÖREN!

Raumwahrnehmung ist eine Leistung des Hörapparates. Nur das Ohr beschert uns dreidimensionale Wahrnehmung, und keine Vor-Stellung wie das Auge. Deshalb heißt Bauen Hören.

Jede akustische Gestaltung hat elementaren Einfluß auf menschlichen Körper und Geist. Gesundheit, Leistungsfähigkeit, Wohlbefinden, Entwicklungspotential werden durch unsere akustische Umgebung existenziell geprägt. Die Architektur täte gut daran, sich dieser Verantwortung zu stellen.

Wer bauen will, muss hören, denn nur die Ohren nehmen Raum wahr. Nur sie ermöglichen dem Menschen, Raum zu erfassen. Menschengerechtes Bauen bedingt, den Menschen ins Zentrum zu stellen, ihn als Person zu respektieren. Die Person ist die Durchklingende, die - also einer Membran gleich - Schall abgibt und Schall aufnimmt.